Wie man Löwenohr anbaut
Leonotis leonurus
Das Löwenohr ist ein hoher Strauch aus Südafrika mit übereinanderliegenden Quirlen pelziger, orangefarbener Blüten von Spätsommer bis Herbst, die Bienen und andere Bestäuber lieben. Gib ihm volle Sonne und durchlässigen Boden, gieße bei Trockenheit und im Kübel, und stütze hohe Triebe an windigen Plätzen. Es ist nur bedingt winterhart, hol es in kühlen Regionen also vor dem ersten Frost ins Winterquartier oder zieh es einjährig; im Spätwinter unter Glas gesät, blüht es meist schon im selben Herbst. Schneide es im Frühjahr zurück, denn es blüht am neuen Holz.
- Höhe
- 150 cm
- Breite
- 100 cm
- Blüten
- August - November
- Licht
- Volle Sonne
- Wasser
- Mittel
- Düngen
- Ausgewogener Dünger im Frühjahr
- Schneiden
- Im Frühjahr zurückschneiden
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Gib im Frühjahr beim Austrieb einen ausgewogenen Dünger und ab Hochsommer bis zum Ende der Blüte alle paar Wochen einen kaliumbetonten Flüssigdünger. Kübelpflanzen brauchen regelmäßig Dünger, Pflanzen im Beet auf normalem Boden nur wenig.
Achten auf
- Frostschäden an Trieben und Blättern durch die ersten Herbstfröste
- Wurzelfäule in kaltem, nassem Boden im Winter
- Weiße Fliege und Spinnmilben bei Pflanzen, die unter Glas überwintern
- Späte Blüte in kühlen Sommern, sodass beim ersten Frost oft noch Knospen wachsen
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne
Braucht volle Sonne, am besten sechs Stunden oder mehr am Tag, um gut zu blühen. In kühlen Regionen bringt der wärmste, geschützteste Platz die früheste und längste Blüte.
Bewässerung
Mäßig; bei Trockenheit und im Kübel gießen
Gieße junge Pflanzen und bei Trockenheit regelmäßig; eingewachsene Pflanzen im Beet sind recht trockenheitsverträglich. Kübel trocknen im Sommer schnell aus. Halte die Pflanze im Winter eher trocken, denn kalte, nasse Wurzeln faulen.
Düngung
Ausgewogener Dünger im Frühjahr; Kalidünger im Sommer
Gib im Frühjahr zum Austrieb einen ausgewogenen Dünger. Ab Hochsommer fördert ein kaliumbetonter Flüssigdünger alle zwei bis drei Wochen die Blüte, besonders im Kübel. Zu viel Stickstoff führt zu weichem, blattreichem Wuchs.
Schnitt
Im Frühjahr zurückschneiden
Schneide die Triebe im März–April auf 15–30 cm zurück, sobald keine starken Fröste mehr drohen. Die Blüten entstehen am neuen Holz, der Schnitt kostet also keine Blüte. Entferne dabei auch erfrorene Triebspitzen.
Abstand
80–100 cm Abstand
Setze die Pflanzen im Beet mit 80–100 cm Abstand. Einjährig gezogene Sämlinge bleiben kleiner und kommen mit 60–80 cm aus. Im Kübel brauchst du ein Gefäß mit mindestens 30–40 cm Durchmesser.
Stütze
An windigen Plätzen stützen
Hohe Blütentriebe können bei starkem Wind brechen oder umkippen. An offenen Standorten gib jeder Pflanze im Frühsommer einen stabilen Stab oder einen Staudenring. Vor einer geschützten Mauer stehen sie meist allein.
Anbautipps
Früh aussäen
Säe im Februar oder März unter Glas bei 18–21 °C aus. Früh gezogene Pflanzen erreichen vor den Herbstfrösten die nötige Größe zum Blühen.
Den wärmsten Platz wählen
Eine Südwand oder eine sonnige Terrasse beschleunigt die Blüte in kühlen Sommern. Im Schatten oder an kalten Standorten blüht es oft nicht mehr vor dem Frost.
Eine Reserve ziehen
Schneide im Spätsommer Stecklinge und überwintere sie auf einer kühlen Fensterbank. Sie lassen sich leichter überwintern als eine große Pflanze.