Wie man Prächtige Fetthenne anbaut
Hylotelephium spectabile
Die Prächtige Fetthenne ist eine winterharte, horstbildende Sukkulentenstaude mit fleischigen, graugrünen Blättern und breiten, flachen Dolden aus sternförmigen rosa Blüten vom Spätsommer bis in den Herbst. Pflanze sie in volle Sonne in gut durchlässigen, gern auch mageren Boden, gieß sie bis zum Anwachsen und lass sie dann Trockenphasen allein überstehen. Verzichte auf Dünger, denn nährstoffreicher Boden lässt die Stiele auseinanderfallen. Im September wimmelt es auf den Blüten von Schmetterlingen und Bienen, und die trockenen Samenstände bleiben den ganzen Winter aufrecht. Schneide die alten Stiele im zeitigen Frühjahr bodennah ab, sobald die neuen Rosetten erscheinen.
- Höhe
- 45 cm
- Breite
- 45 cm
- Blüten
- August - Oktober
- Licht
- Volle Sonne
- Wasser
- Gering
- Düngen
- Nicht nötig
- Schneiden
- Im zeitigen Frühjahr bodennah schneiden
Jahreszyklus
Pflegewesentliches
Nicht nötig. Magerer, durchlässiger Boden hält die Stiele kurz und standfest; Dünger macht sie weich und schlaff.
Achten auf
- Dickmaulrüssler-Larven in Töpfen
- Schnecken an den Frühjahrstrieben
- Kronen- und Wurzelfäule in nassem Boden
- Auseinanderfallende Stiele in reichem Boden oder Schatten
Begleitpflanzen
Ziergräser, Sonnenhut, Astern, Lavendel, Steppensalbei
Pflegeanforderungen
Licht
Volle Sonne
Braucht mindestens 6 Stunden direkte Sonne am Tag für standfeste Stiele und reiche Blüte. Im Halbschatten vergeilen die Stiele, neigen sich zum Licht und fallen auseinander.
Bewässerung
Gering; nach dem Anwachsen trockenheitsverträglich
Gieß in den ersten Wochen nach dem Pflanzen regelmäßig, bis neuer Austrieb sichtbar ist. Danach reicht meist der Regen, und die fleischigen Blätter überbrücken Trockenphasen. Staunasser Boden im Winter ist weit gefährlicher als Trockenheit.
Düngung
Nicht nötig
Wächst am besten in magerem, durchlässigem Boden. Dünger oder humusreicher, gemisteter Boden erzeugen weiche, mastige Stiele, die unter dem Gewicht der Blütenstände auseinanderfallen. Höchstens auf sehr armem Sand eine dünne Schicht Kompost.
Schnitt
Im zeitigen Frühjahr bodennah schneiden; Chelsea-Schnitt optional
Lass die trockenen Blütenstände über Winter stehen und schneide die alten Stiele im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr bodennah ab, sobald die neuen Rosetten sichtbar sind. Kürzt du die Triebe Ende Mai um ein Drittel, werden die Pflanzen niedriger und standfester und blühen etwas später.
Abstand
40-45 cm Abstand
Setze die Pflanzen 40-45 cm auseinander oder in Dreiergruppen etwas enger für eine dichtere Wirkung. Teile die Horste alle 3-4 Jahre im Frühjahr, wenn die Mitte auseinanderfällt.
Stütze
Meist keine Stütze nötig
In magerem Boden und voller Sonne stehen die Pflanzen von allein. In reichem Boden oder Halbschatten verhindern ein Chelsea-Schnitt Ende Mai oder eine niedrige Staudenstütze im Frühjahr, dass die Blütenstände nach außen kippen.
Anbautipps
Magerer Boden, aufrechte Stiele
Die Prächtige Fetthenne fällt auseinander, wenn sie es zu gut hat. Pflanze sie in mageren, kiesigen Boden in voller Sonne, verzichte auf Dünger und Mist, und die Blütenstände bleiben ohne Stütze aufrecht.
Chelsea-Schnitt für standfeste Pflanzen
Sind deine Pflanzen letzten Herbst auseinandergefallen, kürze die Stiele Ende Mai um ein Drittel. Sie blühen dann etwa zwei Wochen später an kürzeren, kräftigeren Stielen.
Bestäubermagnet im Spätsommer
Die flachen rosa Dolden sind im September voller Nektar, wenn sonst wenig blüht. An sonnigen Tagen kommen Schmetterlinge wie Admiral und Tagpfauenauge, dazu Bienen und Schwebfliegen.
Samenstände stehen lassen
Die Blütenstände trocknen rostbraun ein und behalten den ganzen Winter ihre Form, besonders schön mit Raureif. Lass sie bis zum zeitigen Frühjahr stehen und schneide sie dann ab, wenn die neuen Rosetten erscheinen.
Schädlinge & Krankheiten
Schädling Dickmaulrüssler
Erkennung: Buchtenfraß an den Blatträndern durch nachtaktive Käfer; Topfpflanzen welken und brechen zusammen, weil cremeweiße, C-förmige Larven die fleischigen Wurzeln fressen.
- Im Spätsommer Steinernema-kraussei-Nematoden in die Töpfe gießen
- Käfer nachts mit der Taschenlampe absammeln und beim Umtopfen den Wurzelballen prüfen
- Gießmittel gegen Dickmaulrüssler auf Acetamiprid-Basis für Kübel
Schädling Schnecken
Erkennung: Unregelmäßige Löcher in den jungen, fleischigen Trieben im Frühjahr; Schleimspuren in der Nähe.
- Im Frühjahr Phasmarhabditis-hermaphrodita-Nematoden ausbringen
- Junge Horste mit Splitt umgeben und Bierfallen aufstellen
- Schneckenkorn mit Eisen-III-Phosphat, sparsam angewendet
Krankheit Kronen- und Wurzelfäule
Symptome: Die Mitte des Horstes wird am Boden weich, braun und matschig, die Stiele fallen um, meist nach einem nassen Winter.
Behandlung: Pflanze ausgraben, faule Teile wegschneiden und gesunde Stücke in kiesigen Boden setzen, bei starkem Befall entsorgen.
Vorbeugung: In durchlässigen Boden pflanzen, schweren Lehm mit Splitt abmagern und Töpfe nie im Wasser stehen lassen.
Krankheit Echter Mehltau
Symptome: Weiße, mehlige Flecken auf den Blättern im Spätsommer, vor allem an dicht stehenden oder gestressten Pflanzen.
Behandlung: Die am stärksten befallenen Blätter entfernen; meist nur ein Schönheitsfehler.
Vorbeugung: Genug Abstand und gute Luftzirkulation sicherstellen und nicht mit Stickstoff düngen.
Beliebte Sorten
Brilliant
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Carmen
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Iceberg
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Stardust
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