Zum Inhalt springen

Wie man Chilenische Guave anbaut

Ugni molinae

Mehrjährig

In sauren bis neutralen, gut durchlässigen Boden an einem geschützten Standort mit Sonne bis Halbschatten pflanzen. Bis zur Etablierung regelmäßig gießen. Im Frühjahr mit Rhododendrondünger düngen. Beeren ernten wenn dunkelrot und leicht weich im Herbst. An exponierten Standorten vor starkem Frost schützen.

Ugni molinae
Höhe
150 cm
Breite
100 cm
Ernte
September - Oktober
Licht
Sonne bis Halbschatten
Wasser
Mittel
Düngen
Rhododendrondünger ein- bis zweimal jährlich
Schneiden
Minimaler Schnitt im Spätwinter oder Vorfrühling

Jahreszyklus

|
Jan
Winterruhe
Feb
Winterruhe
Mär
Knospenaufbruch
Apr
Wachstum
Mai
Blüte
Jun
Blüte
Jul
Fruchtansatz
Aug
Fruchtansatz
Sep
Ernte
Okt
Ernte
Nov
Wachstum
Dez
Winterruhe

Pflegewesentliches

Im Frühjahr mit einem Rhododendrondünger (für säureliebende Pflanzen) düngen. Eine zweite leichte Düngung im Hochsommer fördert die Fruchtentwicklung. Alkalische Dünger vermeiden.

Achten auf

  • Schildläuse
  • Rote Spinne (unter Glas)
  • Frostschäden an Blütenknospen
  • Chlorose (alkalischer Boden)

Begleitpflanzen

Heidelbeeren, Heide, Rhododendron, Preiselbeere

Pflegeanforderungen

Licht

Volle Sonne bis Halbschatten

Bevorzugt volle Sonne für eine gute Fruchtreife. Verträgt Halbschatten, aber der Ertrag ist dann geringer. Ein geschützter, süd- oder westexponierter Standort ist ideal.

Bewässerung

Regelmäßig gießen, besonders im Kübel

In der ersten Vegetationsperiode regelmäßig gießen, um die Einwurzelung zu fördern. Einmal etabliert, mäßig trockenheitsverträglich, aber bei Trockenperioden wässern — besonders Kübelpflanzen, die schnell austrocknen.

Düngung

Rhododendrondünger ein- bis zweimal jährlich

Im frühen Frühling mit Rhododendrondünger (Moorbeetdünger) düngen, wenn das Wachstum beginnt. Eine zweite leichte Düngung im Hochsommer kann die Fruchtentwicklung fördern. Stickstoffreiche Dünger vermeiden.

Schnitt

Minimaler Schnitt im Spätwinter oder Vorfrühling

Minimaler Schnittbedarf. Abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Äste im späten Winter oder frühen Frühling entfernen. Nach der Ernte leicht einkürzen, um eine kompakte Form zu erhalten. Starken Rückschnitt vermeiden.

Überwinterung

Frosthart bis -10°C; an exponierten Standorten schützen

Einmal etabliert frosthart bis ca. -10°C, aber Blütenknospen und junger Austrieb sind frostempfindlich. In kälteren Lagen mit Vlies schützen. Kübelpflanzen an einen frostfreien, aber kühlen Standort bringen.

Anbautipps

Boden sauer halten

Die chilenische Guave benötigt sauren bis neutralen Boden (pH 4,5–6,5). Jährlich testen und bei steigendem pH Schwefelgranulat oder Rhododendronerde einarbeiten. Alkalischer Boden verursacht Chlorose und schlechten Fruchtansatz.

Hervorragend im Kübel

Gedeiht gut in einem Kübel ab 40 cm Durchmesser mit Rhododendronerde. Kübel ermöglichen es dir, die Pflanze bei Frost ins Trockene zu stellen und die Bodenzusammensetzung präzise zu kontrollieren. Alle 2–3 Jahre umtopfen.

Geschützten, sonnigen Standort wählen

An einer süd- oder westexponierten Wand pflanzen, damit die Früchte ausreichend Wärme zum Reifen erhalten. Blüten erscheinen im Sommer, Früchte reifen im Herbst — beide profitieren von einem geschützten Mikroklima.

Selbstfruchtbar — keine Begleitpflanze nötig

Eine einzelne Pflanze trägt problemlos Früchte. Für eine reichhaltigere Ernte empfiehlt es sich, zwei oder mehr Exemplare nebeneinander zu pflanzen, um die Kreuzbefruchtung zu verbessern.

Schädlinge & Krankheiten

Schädling Schildläuse

Erkennung: Braune oder weiße Wachsbeulen an Stängeln und Blattunterseiten; klebiger Honigtau und Rußtaupilz.

Biologische Behandlung:
  • Mit einer weichen Bürste und Seifenlauge abschrubben.
  • Im Frühjahr Neemöl-Spray auftragen, wenn die Jungtiere aktiv sind.
  • Regelmäßig kontrollieren, besonders bei geschützten Standorten.
Schädling Rote Spinnemilbe

Erkennung: Feine helle Sprenkel auf den Blättern, feine Gespinste an den Blattunterseiten; häufiger unter Glas oder bei heißen, trockenen Sommern.

Biologische Behandlung:
  • Laub regelmäßig besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Phytoseiulus persimilis als biologische Bekämpfung unter Glas einsetzen.
  • Stark befallene Blätter entfernen.
Schädling Gefurchter Dickmaulrüssler

Erkennung: Unregelmäßige Fraßspuren am Blattrand (Käfer); plötzliches Welken, wenn Larven die Wurzeln fressen (besonders in Kübeln).

Biologische Behandlung:
  • Im Herbst Nematoden (Steinernema kraussei) in das Substrat einbringen.
  • Splitt als Abdeckschicht auftragen, um die Eiablage zu erschweren.
Krankheit Eisen-/Mangan-Chlorose

Symptome: Junge Blätter vergilben zwischen den Blattadern, während die Adern grün bleiben; verursacht durch alkalischen Boden, der Eisen und Mangan blockiert.

Behandlung: pH-Wert mit Schwefelgranulat oder Rhododendronerde korrigieren. Cheliertes Eisen als Blattdünger für eine schnelle Abhilfe auftragen.

Vorbeugung: Pflanze sie in saure bis neutrale, humusreiche Erde oder in einen Kübel mit Moorbeeterde. Gieße mit Regenwasser, wenn das Leitungswasser hart ist.

Krankheit Frostschäden an Blütenknospen

Symptome: Blütenknospen oder offene Blüten werden nach einem Spätfrost braun und fallen ab; der Fruchtansatz ist in diesem Jahr gering.

Behandlung: Bei Frostgefahr mit Vlies abdecken. Ein geschützter, süd- oder westexponierter Standort reduziert das Risiko erheblich.

Vorbeugung: Pflanze sie an eine geschützte Mauer und meide Frostlöcher. Stelle Kübelpflanzen bei angesagtem Spätfrost ins Haus oder unter Dach.